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Win7: Sysprep – Schwerwiegender Systemfehler

6 Kommentare

 Sysprep ist ein geniales Werkzeug einen Windows PC wieder in den „Auslieferungszustand“ zu bringen. Alle Benutzer- und Domäneninformationen werden entfernt. Nach einem Neustart ist der PC wieder jungfräulich.

Hier geht es in erster Linie um das „Zurücksetzen“ des Betriebssystem in den OOB Zustand (Out of the box).

Am einfachsten startet man Sysprep in dem man im Verzeichnis Windows\System32\sysprep auf die sysprep.exe doppel klickt. Daraufhin öffnet sich ein kleines Fenster in dem ich die OOB Option und „Verallgemeinern“ (engl. generalize) anhaken muss.  Wählen sie noch die nächste Aktion (Herunterfahren/Neustart). Mit „OK“ bestätigen und der Rechner wird „gesysprept“. Wenn sie dieses Image klonen wollen, dann wählen sie „herunterfahren“. Ein gesyspreptes Image darf nicht nochmal starten sonst ist es nicht mehr „syspreped“.

Sysprep wird auch dafür benutzt Images zu erstellen, die man dann sauber auf andere Rechner klonen kann. Darauf gehe ich hier nicht weiter ein. Das füllt ein eigenes Kapitel. Solange alle Rechner die gleiche Hardware aufweisen werden sie Erfolg haben. Wenn nicht vergessen sie sysprep. Da sollte man besser mit Windows  Images (.wim) arbeiten die man automatisch verteilt.

Schwerwiegender Systemfehler 

Bei einem Sysprep auf Win7 konnte dieser wegen eines „schweren Systemfehlers“ nicht ausgeführt werden. Schuld daran ist manchmal ein Dienst des Windows Mediaplayers. Unter der Systemsteuerung-Verwaltung-Dienste finden sie den Windows Mediaplayer Netzwerkfreigabe Dienst. Wenn dieser läuft verweigert Windows das Sysprep. Das ist aber nicht immer der Grund auch wenn dieser fast ausschließlich dafür in diversen Blogs angegeben wird. Sysprep ist wesentlich komplexer und Microsoft hat hier aus Lizenzgründen diverse „Blockaden“ eingebaut. Das betrifft zu einem die OEM Windows 7 Version die mit herstellerspezifischen PCs ausgeliefert werden. Dazu gehört heutzutage hast jeder neue PC der mit Win7 ausgeliefert wird. Dell  z. Bsp. Dort ist der Sysprep als exe-Datei zwar vorhanden wird aber in der Ausführung nicht empfohlen. In der Praxis klappt der Sysprep dort gar nicht oder nur ein einziges mal.

Laut Microsoft werden nur Win7 Professional, Enterprise und die Ultimate Version zum Sysprep supported.

Ursachen: 

Erstmal muss geklärt werden ob es sich um eine OEM Version handelt. Wenn ja vergessen sie sysprep wieder. Manche Hersteller wie HP integrieren sysprep dann doch wieder vor der Auslieferung und sie können es genau einmal verwenden. Danke an die Hersteller.

Drittanbieter Software: oft ist auch Fremdsoftware dran schuld. Gerade etwas ältere Programme mit speziellen Rechten im Betriebssystem verursachen hier den Sysprep Abbruchscreen. Microsoft hat auch seit dem Internet Explorer 10 ein eigenes Problem geschaffen. Ist dieser installiert bricht Sysprep meist mittendrin ab. Hier hilft nur Deinstallation vom IE 10. Einen HotFix von MS sucht man vergeblich aber im MS TechNet findet sich ein guter Forenbeitrag dazu.

Genauso verhält es sich mit upgegradeten Version. Sie können Sysprep nicht auf einem Win7 Rechner ausführen, welches ursprünglich von einer älteren Windows Version (98, ME, 2000, XP, Vista) upgedatet wurde. Nur Neuinstallationen kann man sauber „sysprepen“. Dabei spielt es keine Rolle ob ServicePacks zwischenzeitlich installiert wurden wie manche fälschlicherweise behaupten.

Sysprep versagt auch den Dienst wenn sie am „Default User“ rumgespielt haben, bzw. dessen Profil nachhaltig geändert haben oder dieses Profil mal überschrieben haben.

Sysprep funktioniert nicht wenn die Windows Mediaplayer Netzwerkfreigabe aktiv ist. Dies läuft als Dienst und kann manuell beendet werden. Entweder als Befehl in der Befehlszeile (als Admin ausführen) oder einfach in der Systemsteuerung unter dem Punkt Verwaltung die Dienste aufrufen.

Das Betriebssystem wurde schonmal gesysprept oder die Testphase ist abgelaufen. Microsoft hat in Lizenzverwaltung die Möglichkeit eingebaut Win 7 als 30 Tage Version zu benutzen. Danach muss aktiviert werden. Läuft diese Zeit ab kann ich mit dem Befehl „slmgr /rearm“ die Tesphase um 30 Tage verlängern. Das funktioniert genau 3 mal. Danach muss aktiviert werden oder Win 7 wird in der Funktion beschränkt. Ein Sysprep ist danach auch nicht mehr möglich!

Abhilfe:

OEM Version: Um alle Informationen aus dem Betriebssystem zu entfernen benutzen sie besser die Recovery Funktion ihres PCs und installieren Windows neu von der beiligenden Recovery DVD die jedem PC beiliegt.(oder sich auf einer Partition auf ihrer Festplatte befindet). Sie können Sysprep versuchen und wenn sie Glück haben funktioniert es sogar genau einmal. Da sollten sie aber sicher sein in welchem Zustand sie das System zurücksetzen da sie nur einen Versuch haben.

Windows Media Player Netzwerkfreigabe: Dieser Dienst läuft nicht immer. Um zu kontrollieren ob dieser Dienst gestartet ist rufen sie den Taskmanager auf, klicken auf den Reiter Dienste. Wenn dort ein WMPNetworkSvc zu sehen ist dann läuft dieser Dienst. Klicken sie mit der rechten Maustaste auf den Dienst und beenden sie diesen.

Nun führen sie Sysprep erneut aus. Wenn alle Bedingungen stimmen sollte es jetzt problemlos laufen.

Testversionen oder bereits verallgemeinerte WIN7 Versionen: 

Fehlermeldung 0x0f0082, 0x0f0070 und 0x0f00a8 beschreibt Microsoft in einem Artikel selbst. Erstellen Sie die Antwortdatei und führen sie Sysprep erneut aus. Alternativ kann man auch anders im System rumspielen um sysprep doch ausführen zu können. Das sollte man aber wirklich nur machen wenn man weiß was man da tut. Hier gibt es eine sehr gute Anleitung dazu, aber wenn ich mal ehrlich was schreiben darf…… ein Recovery ist schneller durchgeführt. Hier muss erstmal der Lizenzmanager überlistet werden und da bewegen wir uns schon wieder im seidig-legalen Bereich.

Fazit: Nicht jeder Microsoft Rechner kann Sysprep. Zur Planung im Netzwerk ist eine genaue Überlegung für den Einsatz vorher zwingend notwendig. Das ausgiebige Testen vor dem eigentlichen Einsatz ist ein Muss.

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6 Kommentare zu “Win7: Sysprep – Schwerwiegender Systemfehler

  1. Das mit den OEM Versionen wusste ich nicht, hab nämlich genau dieses Problem: 1 mal gings, dann nicht mehr.
    Vielen Dank!

  2. Hallo
    Wir verwenden in der Firma ausschließlich Dell-Rechner und bis jetzt hatte ich NIE ein Problem mit sysprep. Jetzt habe ich aber ein Modell, wo sysprep nicht funktioniert. Mist. Die Windows Media Player Netzwerkfreigabe ist gelaufen (warum auch immer?). Ein Beenden nützte aber nicht.

  3. @Mikey … Manche Leute sind auch mit nichts zufrieden
    Ich fand diesen Betrag sinnvoll und gut geschrieben. Von mir ein Danke 😉

  4. Naja, viel Palaver um nichts!
    Das einzige, was man erfährt, ist, dass OEM nicht oder nur einmal gesyspreped werden können (warum eigentlich) und das der WMPNetworkSvc Dienst beendet werden sollte.
    Schlecht recherchiert!

  5. Danke für diese übersichtliche Zusammenstellung!
    Troubles mit der Windows Mediaplayer Netzwerkfreigabe sind ja in der Zwischenzeit gut dokumentiert im Netz, die Sache mit der OEM war mir neu…
    Well done!

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