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Error 1312 wenn du versuchst MS Navision Instanzen mit SSL abzusichern

SSL Certificate add failed, Error: 1312
A specified logon session does not exist. It may already have been terminated.

Im ERP Umfeld ist Datensicherheit das höchste Gebot. Daher sichert man Schnittstellen am einfachsten mit Zertifikaten ab. Hier in dem Fall ein MS Navision2018 Server der öffentlich seine OData Schnittstelle nach außen öffnen soll. OData wird gerne verwendet  um Business Intelligence System zu verknüpfen. Daher oderten wir bei Comodo ein SSL Wildcard Zertifikat und wollten dies mal schnell in unseren Navision Server importieren. Man erhält eine .cer Datei als Zertifikat, der Cert-Bundle mit der Zertifikatskette Richtung RootCA und die Key Datei.

Am besten erstellt man daraus eine pfx Datei die den privaten Schlüssel enthält um das dann anschließend per MMC zu importieren. Dabei kann man diverse Fehler machen so das man Ende nur Fehlermeldungen erhält.

Um nicht ins Chaos zu rennen hier ein paar Hinweise:

PFX DATEI: Ich hatte diese mit dem Keystore Explorer erstellt. Diese funktionierte jedoch nie so richtig beim Import und ich erstellte eine neue PFX Datei mit OpenSSL auf einem Debian Linux.

MMC: Snapin – Zertifikate – lokaler Computer. Die MMC muss immer mit „als Administrator“ ausführen ausgeführt werden, sonst rennt man schon in Berechtigungsprobleme den privaten Schlüssel zu lesen.

Beachtet man das nicht erhält man später in der NAV Administration Konsole nur komische Fehlermeldungen und es kann vorkommen das die OData Schnittstelle dicht macht!

Reihenfolge:

  1. SSL Zertifikat in PFX Datei umwandeln                                     Anleitung
  2. MMC als Administrator auf dem NAV Server öffnen
  3. SnapIn Zertifikate hinzufügen – lokaler Computer -> navigiere zur „Personal“ -“ Certificates“ -> rechte Maustaste -> „alle Tasks“ -> Importuntitled2
  4. Der Import Assistent erscheint, ich kann die PFX Datei auswählen und importieren (Man findet im Internet den Hinweis das der Export zugelassen sein sollte – bloss nicht aktivieren bitte sonst untergräbt man die Sicherheit enorm!)
  1. Zertifikat öffnen und den Thumbprint von den Zertifikatsdetails notieren! copy& paste geht nicht in der NAV Admin Konsole später, daher aufschreiben!  (ohne Leerzeichen)

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6.  Dann in der MMC unter Personal – Certificates das SSL markieren, mit rechter Maustaste “ Alle Aktionen“ -> „manage private key“ wählen. Hier öffnen sich die Sicherheitseinstellungen des Zertifikates und hier müssen jetzt die Serviceaccounts von dem Navision Server berechtigt werden zum Lesen. Ansonsten kann man den privaten Schlüssel nicht lesen, ein Einbinden in Navision führt zu Fehlermeldungen ähnlich error 1312.

Erscheint hier „no private keys to manage“ stimmen die Berechtigungen nicht oder die MMC läuft nicht explizit mit Adminrechten.

7. Die NAV Admin Konsole öffnen, die Eigenschaften der Instanz aufrufen -> auf „edit“ klicken (unten rechts) und dann den Thumbprint in die NAV Instanz eintragen. Hier geht kein Copy & Paste! Dann erscheinen beim Speichern Fehlermeldungen. Einfach manuell eintragen beim der ersten Instanz. Man kann dann den Wert kopieren und in die Zwischenablage speichern. Beim Eintragen des Thumbprint auf weitere Instanzen geht copy & paste dann plötzlich doch wieder. Aber nur dann.

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8. Dann die Schnittstelle OData weiter unter öffnen und dort „enable SSL“ aktivieren.
Die Instanz muss dann einmal neu gestartet werden und SSL ist dann auf diesem IP Port aktiv.

Erhält man an der Stelle Fehlermeldungen hat der NAV Serviceaccount kein Leserecht auf den privaten Schlüssel im Zertifikatsspeicher!

Weitere Probleme kann man bekommen wenn man den Zertifikatsimport nicht 100% durchführen konnte. Navision nimmt an das die Schnittstelle schon abgesichert sei obwohl SSL auf dem Port nicht funktioniert. Der Port ist dann dicht. Das konnte nur behoben werden indem man den Zertifikatsrollout ohne Fehler wiederholt bis die Implementierung fehlerfrei läuft. Dann erst komm ich wieder an die OData Schnittstelle ran.

Viel Erfolg. Ich hab einige Zeit gebraucht dafür. Hoffe mit der Anleitung hier gehts bei anderen schneller.

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MS Azure neues Portal – Enterprise Apps und das Manifest

MS Azure AD bietet die Möglichkeit eigene Apps zu integrieren die dann über das myapps Portal oder über das Office Portal aufgerufen werden können. Seit Microsoft das alte Azure Portal abgeschaltet hat und alle Anfragen nun ins neue Portal laufen ist die App Registrierung etwas komplizierter. Der Ablauf ist der Gleiche allerdings ist das „Manifest“ nicht mehr an der Stelle wie man das aus dem alten Azure Portal gewohnt ist.

Dort konnte man direkt das Manifest in den Eigenschaften der App bearbeiten.

Die Internetsuche zum Azure Portal und Manifest führten immer zu Artikeln im alten Azure Portal. Das nutz uns nichts.

Im neuen Portal findet man das App Manifest unter  Azure Active Directory -> App Registrations -> „All Apps“ auswählen im DropDown Feld. Klicken sie auf die Appmyapp

Es erscheint dann folgender Reiter – dort kann ich das Manifest bearbeiten.

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Für alte Azure Experten manchmal schwer zu finden.

Viel Erfolg beim Deployen!


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Amazons S3 Cloud: Buckets als Netzwerklauf unter MS Windows einbinden

Wer Amazons S3 Cloud nutzt hat die Möglichkeit die Daten als Netzlaufwerk direkt in Windows einzubinden. Das praktische daran ist die Tatsache das die Laufwerke automatisch in Windows nach dem Start zur Verfügung stehen. Vorraussetzung ist die Verbindung zum Internet, also direkt zur Cloud selbst.

In erster Linie hab ich dies für die „RoadWarriors“ eingerichtet (Microsoft nennt Außendienstmitarbeiter mit Laptops Roadwarriors, da sie den täglichen Gefahren des bösen Internets ausgesetzt sind). Ursprünglich war eine VPN Verbindung zum Firmenserver eingerichtet was sich jedoch aufgrund der schlechten DSL Performance als sehr anstrengend in der Bedienung herausstellte. Eingebundene S3 Laufwerke bieten bei Weitem eine bessere Performance im täglichen Umgang mit den Daten und seitdem kamen auch keine Beschwerden mehr. Das Ganze wurde mit TNTDrive umgesetzt. Ein kleines Programm das automatisch die Verbindung zur Cloud herstellt und das Mapping generiert.
Nach der Installation und einem Neustart ist TNTDrive bereit für die Konfiguration.

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Mit diesem Button beginnt die Konfiguration des Netzlaufwerks. Nachdem man die Keys der S3 Cloud eingegeben und die Parameter für das Mapping eingestellt hat kann man das Laufwerk mounten und findet es danach im Arbeitsplatz als Netzlaufwerk. Will man weitere Laufwerke oder ganze Buckets einbinden kann man das erste erstellte Laufwerk clonen wenn es sich um die gleichen Keys handelt.

amazon s3 buckets mounted as local and network drive

Die Oberfläche ist einfach gehalten und übersichtlich. Das Mapping funktioniert einwandfrei. Der Aufruf von Dateien aus dem Netzlaufwerk heraus ist bei bestehender Internetverbindung recht schnell und zuverlässig. Gerade aus dem Ausland heraus ist die Cloud wesentlich schneller im Zugriff als die interne VPN Lösung zum Fileserver was auch ein Hauptgrund für die S3 Cloud war.

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Die Maske für die Verbindungskonfiguration. Es können komplette Buckets oder Laufwerke gemappt werden. Die Zugriffsrechte vergibt man innerhalb des Cloudmanagement indem man unterschiedliche Keys für unterschiedliche Zugriffsrechte generiert.tnt4

Unter den erweiterten Option kann man auch das Übertragen der Windows Attribute aktivieren. Somit hat man die gewohnten Teamfunktion im  Dokumentenmanagement integriert z. Bsp. ob ein Dokument gerade von einem anderen Mitarbeiter bearbeitet wird und man so eine schreibgeschützte Ansicht erhält.

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Die Lizenzkosten liegen in der Einzelversion bei 59$. Ein fairer Preis der beim Kauf von zwei Version schon auf 45$ pro Einzelplatzversion fällt.

Im laufenden Betrieb arbeit TNTDrive zuverlässig. Ein Grund hier eine kurze Beschreibung zu veröffentlichen.

Praktisch ist dieses Tool vor allem auch für Besitzer eines NAS Speichers. Diese haben im OS meist schon einen Cloudbackup integriert und so stehen die Daten lokal wie auch außerhalb immer zur Verfügung. Hier ist jedoch zu beachten wie die Synchronisierung von statten geht. Die S3 Cloud verursacht Kosten für Speicherplatz, Datenanfragen und  Datentransfer. Diese sollte man im Auge behalten.

Link zum Hersteller:
TNTDrive Webseite